Erfahrungen mit Gebet – die Brunnengeschichte

Nadjiwill, Puits sans fond, CC BY-SA 4.0    

Am 5.2.21 war ich bei der Beerdigung von E.. Er hatte lange Jahre die MGB-Gruppe von Bad Urach geleitet. Gebet für Weltmission war ihm von Jugend an ein Anliegen.

Am Dienstag 2.2., keine zwei Stunden vor seinem überraschenden Tod, hat ein Freund noch mit ihm geskypt. Über 60 Jahre dauerte ihre Freundschaft. Beide hatten als Jugendliche zum Glauben an Jesus gefunden und eine theologische Ausbildung begonnen. Beide wollten Gott in der Mission dienen. E. aber konnte gesundheitshalber nicht hinaus. Sein Freund jedoch war lange Jahre Missionar in Afrika.

Eines Tages bekam dieser Freund einen Brief von E., der ihn fragte, was an einem bestimmten Tag zu der und der Uhrzeit los war. Er hatte da so beten müssen, dass Gott seine Hand schützend über ihn hält.

An jenem Tag war der Freund 23 Meter tief in einem Brunnen und hat dort unten gemauert. Ein Arbeiter ließ den Mörtel mit einem Seil herunter. Plötzlich riss das Seil, der Arbeiter schrie und schon sauste der schwere Eimer direkt an der Nasenspitze vorbei auf den Boden. Da hat Gott in dem Moment dem Freund nochmal das Leben geschenkt - und E. Gebet erhört.

Solche Geschichten sind mir immer wieder begegnet und auch ich selbst habe gelegentlich ähnliche Erfahrungen mit dem Gebet gemacht. Im Gebet füreinander nehmen wir Anteil an Gottes Werk in dieser Welt. Wir werden selbst beschenkt, denn aus dem Gebet entwickeln sich auch Freundschaften.

Michael Osiw - Leiter