You are here

Biblischer Impuls August 2015

"Gott, mein Gott bist du; nach dir suche ich. Es dürstet nach dir meine Seele" (Ps.63,1)

Hunger nach Gott und Verlangen nach Gemeinschaft mit IHM war der bewegende Ausruf des Psalmisten in seiner Hingabe an den Heiligen. Sie führt zum Beten und Staunen. Welche Gemeinschaft könnte so wunderbar sein, wie die mit dem Herrn des Lebens und der Herrlichkeit? Welch größeres Vorrecht könnten wir haben als eine göttliche Begegnung
- Zeit mit Gott? Es ist bekannt, dass man mit einer Person, die man liebt, viel Zeit verbringen möchte. Und wir, die wir behaupten, den Herrn zu lieben, können es uns nicht leisten, ohne stille Zeit mit IHM auszukommen. Die Hektik unseres Alltags mit all seinen Verpflichtungen setzt uns erbarmungslos unter Druck. Wir werden von unserer Geschäftigkeit
verzehrt und versäumen es, unseren Reichtum in Christus in Anspruch zu nehmen. Unser Leben als Christ verlangt nach einer Verabredung mit Gott, die wirklich Ernst genommen und nicht ohne weiteres versäumt werden soll. Wenn wir eine Zeit festgelegthaben, wird ER auf uns warten.

Diejenigen, die ertrinken, sterben, die in Gefahr oder in Not sind, haben kaum Schwierigkeiten, zu Gott zu schreien. Es kommt so natürlich wie das Atmen, und es besteht dann wenig Neigung zu mechanischem Wiederholen von auswendig gelernten Gebeten. In solchen Umständen ist das Gebet keine lästige Pflicht, die möglichst schnell erledigt
wird, um das Gewissen zu beruhigen. Es ist einfach ein verzweifelter Schrei zu Gott aus einer tiefen Not heraus, in der nur noch ER helfen kann. "O Gott, bitte hilf mir!", ist der Schrei derjenigen, die nun nicht mehr zu beschäftigt, zu selbstzufrieden, zu treulos sind, um zu beten. Sie suchen auch nicht jemanden, der sie lehrt, zu beten; sie beten einfach.
Oft mitten in ausweglosen Lagen erleben wir unseren treuen Herrn, der in uns lebt! Er führt uns zum Anbeten und Staunen.

In Christus verbunden grüßt Euch herzlich
Euer Dieter Herrmann