Biblischer Impuls Februar 2016

„Wachen und Beten“

 

„Ich aber habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre.“ (Luk.22,32a)

 

Lieb Brüder,

Jesus wandert zum Ölberg. Er muss mit dem Vater im Himmel sprechen. Er ringt mit seinem Vater im Himmel. Er will als Mensch nicht sterben, aber als Gottessohn weiß er, dies muss der Vater entscheiden: "Dein Wille geschehe!" ist sein Amen. 

Jesus sagt ja zum Vater - sein inneres Ringen war schwer. Der Vater muss ihn stärken, damit er durchhält. Das können wir von Jesus lernen: je mehr die Last ihn niederdrückt, desto mehr betet er. Am Ende steht sein Ja. Ja zum Leiden und Sterben - Jesus ist bereit dazu. ER kann jetzt sogar anderen beistehen.

Ein bewegendes Bild: schlafende Jünger - statt zu beten, für Jesus zu beten. Jesus weckt sie zum Gebet auf: "Was schlaft ihr? Steht auf und betet, damit ihr nicht in Anfechtung fallt!" - d.h.: "Damit ihr im Glauben an mich und den Vater bleibt!" Ich staune über Jesus: so groß ist seine Liebe, dass er sich noch in Gethsemane, am Rande seiner Kraft, um das Seelenheil seiner Jünger kümmert! - Wisst ihr, wer selbst die Anfechtung durchschritten hat und dabei an Gott geblieben ist, kann anderen beistehen, damit sie ebenfalls durch die Anfechtung hindurch kommen - aber ohne die Liebe und Kraft Jesu werden wir es nicht schaffen. Ich jedenfalls habe viel Grund zum Staunen über Gott, über seine Liebe, sein Geduld, seine Hilfe, seine Leidensbereitschaft, seine Gegenwart und über vieles andere mehr. "Wachen und Beten" - Jesu Aufruf an uns.

Euer Arno Busch