Biblischer Impuls Juli 2013

Bitten, was ihr wollt!

Es ist in den letzten Tagen, die Jesus auf Erden lebt. Drei Jahre war er mit seinen Jüngern unterwegs. Nun kommt für ihn der Abschluss seiner Mission. Er weiß, in wenigen Tagen wird er den Preis zahlen, damit alle Menschen gerettet werden können. Den schrecklichen Tod am Kreuz. Die Jünger werden künftig ohne ihn leben müssen – ohne dass er sichtbar bei ihnen ist. Er sagt ihnen noch einmal, worauf es wirklich ankommt. Wie sie künftig in Partnerschaft mit Gott leben können. Er gebraucht Bilder, die ihnen vertraut sind. Das Bild vom Weinstock und seinen Reben.

Die Reben bringen nur Frucht, wenn sie mit dem Weinstock in Verbindung bleiben. Klar, sonst geht nichts. Das weiß jeder. „Und so bringt euer Leben nur dann gute Früchte, wenn ihr in Verbindung bleibt mit Gott.“ Aber wie? Wie in Verbindung bleiben mit Gott? Jesus gibt ihnen die Antwort – nachzulesen in Johannes 15,7-8:

„Wenn ihr mit mir verbunden bleibt und meine Worte in euch bleiben, könnt ihr bitten, was ihr wollt und es wird euch gewährt werden! Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht hervorbringt und meine Jünger werdet.“   „… und meine Worte in euch bleiben“

– das ist der Schlüssel. Wir können nur dann recht als Christen leben, wenn wir in Gottes Wort gegründet sind. Das ist die Not unserer Zeit, dass so viele Gottes Wort nicht mehr kennen. Wir können Gott durch die Natur und ihre Kräfte erahnen. Aber kennen lernen können wir ihn nur durch sein Wort. In dem Maß, wie wir Gott immer besser kennen lernen, gewinnen wir eine innere Freiheit und Zuversicht, mit Gott über alles zu reden. So erleben wir wie Gott unsere Gebete ernst nimmt und uns dadurch Gott selbst immer wichtiger und größer wird. Das ist ein Wachstumsprozess. Je näher wir an Gottes Herzensanliegen dran sind desto mehr gewinnen wir Zuversicht im Gebet.

Ich wünsche uns allen dieses zuversichtliche Beten, das Gott ehrt.

Euer Michael Osiw