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Biblischer Impuls Juli 2014

Liebe Beter,

Ihr könnt bitten um was ihr wollt!

Es sind die Abschiedsreden Jesu an seine Leute. Bald wird er nicht mehr sichtbar unter ihnen sein. Er hat es ihnen vorausgesagt: Seinen Tod am Kreuz, die Auferstehung am dritten Tag, die Rückkehr zu seinem Vater im Himmel. Aber verstanden hatten sie es nicht. Das war für sie zu hoch. Wie soll das gehen, wenn Jesus weg ist?

Jesus antwortet ihnen, dass sie ja beten können. Johannes in seinem Evangelium hat uns gleich eine ganze Anzahl von Versprechen Jesu aufgeschrieben. Eine davon lautet in der Übersetzung der Neues Leben Bibel (NLB): Wenn ihr mit mir verbunden bleibt und meine Worte in euch bleiben, könnt ihr bitten, um was ihr wollt, und es wird euch gewährt werden! (Johannes 15,7)

Diese Zusage gilt auch uns. Was ist die Bedingung?

Auf Empfang sein – praktisch „online“ leben – wie mit einem Handy, das an ist. Und wie? Die Aussagen von Jesus sind uns im Gedächtnis – wir können sie auswendig! Diese Worte prägen unseren Alltag und lassen uns Jesus immer besser kennen lernen. Jesu Worte verändern uns, so dass seine Art immer mehr durch uns hindurchscheint. So ist es mein persönliches tägliches Gebet: Herr halte mich nahe bei dir und bewahre mich vor dem Bösen. Fülle mich mit Deinem Geist, so dass mein Leben dich ehrt. Aus dieser Haltung kann ich dann in großem Freimut bitten, denn mein Vater im Himmel hat mich lieb. Worum werde ich bitten? Um das, was Gottes Wesen entspricht und ihm und mir Freude macht.

In diesem Gebetsbrief sind uns wieder eine Fülle von Anliegen genannt, ganz verschieden. Jesus lädt uns ein, mit unserem Vater im Himmel zu reden und ihn zu bitten. Warum? Weil er mit uns Gemeinschaft haben will und uns beteiligen will. Wir haben dieses Vorrecht, mit dem Allerhöchsten zu reden, der uns so gerne beschenkt. So können wir dankbar beten in der Gewissheit, dass Gott unser Gebet erhört.

Michael Osiw