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Biblischer Impuls Juli 2015

„Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas, und lobten Gott“ (Apg. 16,25).

Wäre es nicht allzu verständlich gewesen, wenn diese beiden Gottesmänner gestöhnt, geschimpft, gejammert und über das ihnen widerfahrene Unrecht geklagt hätten? Verständlich wohl!

Doch nun heißt es: „sie beteten und lobten Gott!“ Zu nächtlicher Stunde erklingt aus einem Gefängnis das „Lob aus der Tiefe“. Hier sind zwei Männer, denen das Heil in Jesus Christus so groß geworden ist, dass selbst mit der Peitsche des Unrechts geschlagene Wunden das Gebet und den Lobgesang nicht von ihren Lippen haben verbannen können.

Solch Lobgesang ist ein Lockruf zu Jesus. Mit Stöhnen und Klagen über Entkirchlichung, Entchristlichung und Entsittlichung wird niemand für Christus gewonnen. Aber loben, wo die Welt stöhnt, danken, wo sie ihre Trauermärsche bläst, macht hellhörig. Da bekommen selbst im Gefängnis die Wände Ohren, so dass es von dem Lobgesang des Paulus und Silas heißt: „Es hörten sie die Gefangenen.“

Dass dies heute noch ähnlich geschieht, erfahren wir von denen, die um Jesus Willen leiden. Lasst uns in diesem Monat besonders für sie beten und zugleich staunen über Gottes Wirken.

Arno Busch