Biblischer Impuls Juni 2019

Liebe Brüder,

Im neuen Testament wird oft davon erzählt, dass Jesus betete. Immer wieder musste er sich dem Andrang um sich herum entziehen, um Ruhe zum Gebet zu finden. Dass Jesus viel betete, blieb seinen Jüngern nicht verborgen. Und so baten sie ihn eines Tages: „Herr, lehre uns beten.” Und Jesus schenkte ihnen das Gebet, das bis heute Christen für sich persönlich und gemeinsam mit anderen als „Vater unser“ sprechen.

In diesem Gebet wird alles benannt, was in der Beziehung zu unserem himmlischen Vater, in unserem persönlichen Leben und unserer Beziehung zu Mitmenschen wichtig ist. Ich kann mich also ganz bewusst zu Jesus wenden und ihn jederzeit vertrauensvoll persönlich ansprechen. Er ist ja mein himmlischer Vater. Mit einem fröhlichen ,,Danke” genauso wie mit einem erwartungsvollen „Bitte”, mit einem jubelnden ,,Halleluja” oder mit einem bedrückten „Ich bin am Ende.” Mein Vater im Himmel weiß, was ich brauche und was mir gut tut. Bei Gott darf ich jederzeit anklopfen, wie ein Bettler, der Hilfe braucht. Er lässt mich nicht vor verschlossener Tür stehen. Ihm bin ich auch als Bettler willkommen.

Enttäuschte Beter brauchen Sätze von der Güte und Treue Gottes, die das Herz wieder für Gottes Gegenwart und Liebe in ihrer dunklen Situation öffnen. Alle unsere Sorgen legen wir in seine Hand, damit wir sie loslassen können. Wir sehnen uns nach dem göttlichen Schalom für uns selbst und für alle Menschen, die unter Unfrieden leiden.

Wir beten für unsere Schwestern und Brüder, die um ihres Glaubens willen leiden und verfolgt werden. In der Fürbitte stehen wir für die Missionare ein, damit Jesus Christus alle Menschen mit seinem Evangelium erreicht und sie zur Versöhnung mit Gott führt. Wir beten für die weltweite Gemeinde Jesu: Lebendiger HERR, mache dein Wort unter uns lebendig, damit wir uns sammeln als Menschen, die dem Wort Gottes folgen. HERR Jesus Christus schenke eine Erweckung und einen neuen Aufbruch. Führe dein ewiges Reich zur Vollendung. Wir loben deinen herrlichen Jesus-Namen. Amen.

Euer Friedrich Schechinger