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Biblischer Impuls Oktober 2015

Eigentlich beginnt das Beten mit dem Staunen. Vielleicht fällt manchen das Beten heute schwer, weil wir weitgehend das Staunen verlernt haben. Was wir brauchen, können wir uns selbst besorgen – worüber sollten wir staunen? Wir können uns freilich längst nicht alles selber geben. Die wesentlichen Dinge fallen uns doch zu. Das Leben wurde uns geschenkt. Der Glaube an Jesus ist Geschenk des Heiligen Geistes. Dass uns jemand mag, dass unser Herz schlägt usw. das alles können wir nur staunend und dankbar aus Gottes Hand nehmen.

2. Mose 14,13.14: Mose sprach zum Volk: „Fürchtet euch nicht, stehet fest und sehet zu, was für ein Heil der Herr heute an euch tun wird. Denn diese Ägypter, die ihr heute sehet, werdet ihr nimmermehr sehen ewiglich. Der Herr wird für euch streiten, und ihr werdet still sein.“

Auch wenn das Volk Israel in dieser Situation von tiefer Ehrfurcht und Staunen über Gottes wunderbares Handeln ergriffen war, haben sie kurze Zeit später gegen Gott und Mose geklagt!

Staunen allein hilft offensichtlich noch nicht viel weiter, es sei denn es wird begleitet von anhaltendem, treuem und gezieltem Gebet und Gottes Antwort darauf. Entscheidend ist meine Beziehung zu Ihm!

Hella Heizmann hat das in einem Lied so ausgedrückt:
Wie oft habe ich gezweifelt, wie oft hinterfragt,
wie oft fast den Glauben aufgegeben.
Wie oft wurde ich beschämt und wie oft überrascht.
Gott ist gut und ihm gehört mein Leben.
Da kann man nur staunen über Gott und über die Wunder, die er tut,
einfach nur staunen.

Wolfgang Schröder