Aktueller biblischer Impuls

Liebe Brüder,

Beten ist etwas Intimes. Es ist das Gespräch mit dem Vater im Himmel, vor dem ich mein Herz ausschütten kann. Gottes Wort gibt uns Einblicke in diese innige Beziehung. Allen voran steht David, der große König und Beter, als Vorbild für das Gebet. Seine Gebete gewähren uns einen tiefen Einblick. Alle Empfindungen, Gedanken und Worte kommen dabei zur Sprache. Die Psalmen, von denen die meisten von David stammen, sind das Gebetsbuch der Gemeinde. Elisabeth und Zacharias, Maria, der alte Simeon und viele andere kannten und konnten diese Gebete auswendig. Sie hatten sie gelernt. Auswendig lernen heißt im Englischen „learning by heart“ - wörtlich: mit dem Herzen lernen. Deswegen greifen viele Gebete, die uns im Neuen Testament überliefert wurden, auf die Psalmen zurück. Von Jesus ist uns das sogenannte Hohepriesterliche Gebet bekannt (Johannes 17).

Wenn Jesus sich zum Gebet zurückzog, so war er alleine. Er brauchte das intime Gespräch mit dem Vater. Die Jünger waren dabei vermutlich außer Hörweite. Einer der Jünger bittet den Meister nach so einer Gebetszeit: Herr, lehre uns beten. Beten will gelernt sein. Welche Worte kann ich verwenden? Wie kann ich beten? Wie geschieht das in der Gemeinde oder im Männergebetskreis für die Mission? Gerade junge Menschen und auch Christen, jung im Glauben, brauchen diese Hilfe. An vielen theologischen Ausbildungsstätten fehlt eine Unterrichtseinheit über das Gebet. Beten wird in Gemeinden teilweise wenig gelehrt. Wundern wir uns deswegen, dass viele so sprachlos geworden sind?

Lasst uns als Männer beten, dass wieder neu Gebet gelehrt und damit auch gelernt wird. Es braucht Weisheit, diese intime Beziehung mit dem Vater im Himmel in Worte zu fassen. Gott sei Dank, hat der Vater im Himmel in seiner Weisheit uns reichlich Material in seinem Wort - sprich in der Bibel als Lehrbuch und Lebensbuch - zur Hand gegeben.

Detlef Garbers, Sinsheim